Ein Dankeschön mit angenehmer Musik

Montagabend 19:30 Uhr, eigentlich Zeit für die Chorprobe. Doch die letzte Chorprobe im Jahr 2010 gab Anlass zu einem Dankeschön der besonderen Art des Vorstehers an alle Aktiven in der Gemeinde.

Etwa 20 Geschwister hatten sich trotz schwieriger Witterungsverhältnisse auf den Weg gemacht und waren gespannt, was es mit der Einladung „Ein Dankeschön mit angenehmer Musik“ auf sich haben würde.

Eingeleitet wurde der Abend mit einem Bibelspruch aus 1. Korinther 1, 4-7 :

„Ich danke meinem Gott allezeit euretwegen für die Gnade Gottes, die euch gegeben ist in Christus Jesus, dass ihr durch ihn in allen Stücken reich gemacht seid, in aller Lehre und in aller Erkenntnis. Denn die Predigt von Christus ist in euch kräftig geworden, sodass ihr keinen Mangel habt an irgendeiner Gabe und wartet nur auf die Offenbarung unseres Herrn Jesus Christus.“

Der Vorsteher der Gemeinde gab seiner Dankbarkeit Ausdruck, die er empfindet, wenn er in die Gemeinde schaut.

Wir können dankbar sein, dass wir singfähig sind, dass wir immer einen wunderschön geschmückten Altar haben, dass der Altar immer besetzt ist, dass unsere Kirche immer sauber ist... So gibt es viele Dinge, über die wir dankbar sein können. Diese müssen wir aber auch erkennen und wir wollen auch nicht mit dem Wort „danke“ geizen. Viel zu oft wird es vergessen, dabei bewirkt dieses kleine Wörtchen doch so viel.

Wenn Dankbarkeit aus dem Herzen kommt, ist es etwas Aufbauendes. Es gibt die Gewissheit, dass das, was man tut, Anerkennung findet und man es nicht vergebens macht - auch wenn es vielleicht nicht immer perfekt gelingt. Aber wer nichts macht, macht auch nichts verkehrt. Der liebe Gott lässt sich nichts schenken. Jeder der sich mit seinen Gaben in die Verschönerung der Gemeinschaft mit einbringt, wird auch reichen Segen haben.

Die sehr berührende Einleitung umrahmte der Musiker, Priester i. R. Manfred Ernst, mit Melodien zum Thema „Liebe“. Auf dem Keyboard erklang das „Love Story Theme“ und „Love me tender“ von Elvis Presley.

Nachdem der „Liebestraum Nr. 3“ von Franz Liszt erklungen war, wurde ein kleines Musikquiz durchgeführt. Bruder Ernst spielte eine Melodie und die Anwesenden sollten sie erraten. Für den Sieger gab es eine Flasche Sekt. Die Gewinnerin nahm ihren Preis freudig entgegen, verschenkte ihn aber an das Geburtstagskind, welches seinen 18. Geburtstag genau in diesem Tag hatte.

Nach einem kurzen Ausflug in die Welt des Jazz sprach der Vorsteher noch ein paar Worte. Er kam auf das Bibelwort zurück, indem er auf den Anlass der Briefe des Apostel Paulus an die Korinther einging. Am Anfang bedankte sich Paulus für alle Gaben. Doch mahnte er auch seine Geschwister. Der Vorsteher ermahnte dazu, für alle, die sich in die Gemeinde einbringen, dankbar zu sein. Besonders sollen wir an die Musiker denken, damit ihr Herzklopfen nicht zu groß wird. Alle Mühen, die investiert werden, sollen von uns anerkannt werden.

Zum Abschluss ertönte das „Ave Maria“ von Franz Schubert und Johann Sebastian Bach. Damit war eigentlich das Programm zu Ende, doch dem Beifall und den Rufen nach einer Zugabe konnte sich Priester Ernst nicht einfach entziehen. So gab es als Zugabe die Erkennungsmelodie aus „Für Elise“ von Ludwig van Beethoven.

Nach dem Schlussgebet wurde noch die Gage für unseren Musiker „ausgehandelt“, mit der Bitte, dass er doch bald einmal wieder für uns so einen schönen Abend gestalten möge. Danke Manfred für diesen tollen Abend! Er tat der Seele gut.

J.K.