Vom Ich zum Wir

Bischof Matthes spendete der Tochter des Vorstehers und ihrem Ehemann den Segen zur Hochzeit.

Bei strahlendem Sonnenschein nahm das Brautpaar freudig seinen Platz in der Kirche ein. Auf dem Weg dorthin wurde es vom Jugendchor mit dem Lied „Unity“ begleitet. Unity – zu Deutsch Einheit – wünscht man sich in einer Ehe.

Bischof Matthes widmete dem Hochzeitspaar den Bibelvers Psalm 84,12:

„Denn Gott der HERR ist Sonne und Schild; der HERR gibt Gnade und Ehre. Er wird kein Gutes mangeln lassen den Frommen.“

Bezug nehmend auf den Sonnenschein machte er deutlich, wie wichtig die Sonne in unserem Leben ist. Gott, unser Vater, ist unsere Sonne und somit unsere Lebensgrundlage. Ohne Sonne, also auch ohne Gott, ist kein Leben möglich. Was bringt die Sonne noch?

  • Licht: Im Licht kann man den anderen sehen und erkennen. Man erkennt im Licht, wie wertvoll der Partner ist und wie schön er glänzt.
  • Wärme: Wärmende Liebe zueinander bedeutet, den Partner zu erheben und in jeder Situation zu tragen.

Ein Wunsch an das Brautpaar war, den lieben Gott immer in die Mitte zu nehmen. Er ist unser Mittelpunkt. Was bringt uns dieser Mittelpunkt im Leben? Gott ist unser Schild. Benutzen wir ihn als:

  • Abwehrschild gegen abwertende Gedanken über den Nächsten.
  • Schutzschild für die Familie. Es schützt auch gegen Verflachung. Mit Gott kommt immer wieder frisches Leben in die Ehe und in andere Lebenssituationen.

Gottes Gnade und Güte zu den Menschen ist unermesslich groß. Da ist es nicht angemessen, dass Menschen sich im Miteinander anders verhalten, als es Gott zu uns tut. Üben wir Toleranz und Vergebungsbereitschaft, handeln wir nach dem Vorbild Jesu. In einer Ehe ist dieses Verhalten sehr wichtig, wenn man zusammen glücklich bleiben will. Akzeptieren und lieben wir den Anderen, wie er ist, egal mit welchen Fehlern und Schwächen. Verändern kann man den Partner nur selten. Ein Sprichwort sagt da auch sinngemäß: „Wenn man jemanden, den man liebt verändern will, so hat man aufgehört, ihn zu lieben."

Eine Ehe ist davon geprägt, dass man sich liebt und einander ehrt. Wenn wir Gott ehren, ehren wir auch unser Liebstes. Eines aber geht überhaupt nicht: Gott ehren und den Nächsten hassen. Das ist Heuchelei!

Die Hochzeit wurde durch den Jugendchor der Gemeinde mit Flötensolo und Gesang umrahmt. Dafür sei allen herzlich gedankt. Sie haben dazu beigetragen, diesen Tag zu einem unvergesslichen Erlebnis zu machten!

J.K.