Eine kleine musikalische Rundreise

Bereits zum vierten Mal erfreute der musikalische Abend viele Gemeindemitglieder. Sie erlebten dabei eine kleine musikalische Rundreise durch bekannte Staaten.

Begonnen hat die kleine Reise in Deutschland. Hierzulande gibt es viele Musikgeschmäcker, die auch von Region zu Region verschieden sind. Aber trotz aller Vielfalt sind die drei großen „B’s“ typisch deutsch. Gemeint waren Beethoven, Bach und Brahms. So erklang als Vertreter der genannten Komponisten das Ave Maria von Bach, gespielt auf dem Klavier mit Cello-Begleitung.

Nachdem das Ave Maria in der Version von Schubert verklungen war, wurde es Zeit, unser Heimatland zu verlassen. Als „Wegbegleiter“ für die Reise nach Österreich ertönten die Klänge einer Mundharmonika aus dem Publikum. Gespielt wurde „Muss i denn zum Städtele hinaus“. Dieses erzeugte bei vielen Zuhörern ein Lächeln auf die Lippen.

Angekommen in Österreich erfuhren die Zuhörer viel Landesspezifisches. Der „Moderator“ Manfred Ernst forderte sie auf, ihre Fantasie spielen zu lassen und sich vorzustellen, sie säßen in einem Wiener Café. Für 6 ausgewählte Gemeindemitglieder wurde die Fantasie greifbar. Zwei Jugendliche der Gemeinde schenkten Kaffee aus und verteilten leckeren Kuchen. Als Umrahmung wurde der für Österreich typische Wiener Walzer am Klavier gespielt.

Ziel der nächsten Station war Ungarn, ein Land voll von Temperament. Dieses wird vor allem im „Csardas“ deutlich. Hier erzählte Bruder Ernst wieder eine seiner „Geschichten“, in der er einen Zigeuner traf. Dessen Geige war kaputt und er lebte davon, dieses Lied zu spielen, um seine Familie zu ernähren. Da versprach ihm Bruder Ernst, wenn er nach Deutschland kommt und das Lied vorspielt, bekommt er eine neue Geige. So war als Besucher „Ferenz Monti“ aus Ungarn zu Gast. Wie versprochen bekam er seine Geige als Geschenk. Aus Dankbarkeit spielte er uns dieses ungarische Lied mit viel Leidenschaft vor.

Weiter ging die Reise nach Italien. Aus diesem Land stammen viele begnadete Meisterkomponisten, wie z.B. Verdi. Zwei markante Stücke wurden vorgetragen. Zum einen die Nachtigall-Serenade, gespielt von einem Quartett aus Oboe, Klarinette, Cello und Violine. Als zweites Stück wurde das „O sole mio“ auf Italienisch und Deutsch mit Klavier begleitet vorgetragen. Darüber waren alle Anwesenden hoch erfreut.

Die letzte Station der Reise war wieder Deutschland. Wie zu Beginn ertönte Bach. Gespielt wurde das Präludium „Wohltemperiertes Klavier“.

In seinen abschließenden Worten sagte Bruder Ernst, dass wir jetzt in unserer Heimat angekommen sind. Wir als Christen haben aber noch eine andere Heimat, die auf uns wartet. Als Vorbereitung für diese Heimat dienen uns die Kirche und unsere Gemeinde. Er nannte viele Beispiele, wie oft man sich in der Kirche versammelt (Gesangstunden, Gottesdienst, Blumenschmuck, Ämterstunden ...). Als Abschluss sang der Männerchor „Meine Heimat ist dort in der Höh“ (M 9).

Während der Zugabe wurde an alle 16 Akteure eine Rose verteilt.

Die Dankbarkeit über die ertönten Melodien war in allen Gesichtern zu sehen. Die Vorfreude auf das nächste Montagabend-Highlight ist jetzt schon vorhanden.

J.K./ Fotos: G.U.