Letzter Gottesdienst von Apostel Rudolf Kainz in Teplice

Bevor Apostel Rudolf Kainz in den Ruhestand versetzt wird, diente er den Geschwistern aus Teplice und Freiberg. Er hinterließ ein kleines Vermächtnis.

Seinem voraussichtlich letzten Gottesdienst in Teplice legte Apostel Rudolf Kainz das Bibelwort Lukas 6,19 zugrunde:

„Und alles Volk suchte ihn anzurühren; denn es ging Kraft von ihm aus und er heilte sie alle. “

Zu Beginn seiner Predigt äußerte der Apostel den Wunsch, dass im Gottesdienst durch den Friedensstifter Jesus Christus Ruhe für die Seele gefunden werden kann. Mit Seelenruhe kann man die Probleme des Alltags angehen und ist offen für Gottes Wort aus der Predigt. Weiterhin gibt die Ruhe auch Mut in schlechten Zeiten. In diesem Zusammenhang hinterließ Apostel Rudolf Kainz ein kleines Vermächtnis an die Gemeindemitglieder. Er sprach von einer Stadt, die von einer Stadtmauer umgeben war. Sobald man diese Stadt verließ, konnte man am Ausgang lesen: Alles ist Durchgang. Änderte man die Richtung und ging in die Stadt hinein, so stand am Eingang: Zur Heimat. Das Leben auf der Erde ist oft geprägt von Leid, Kummer und Sorgen. Mit der Sicherheit „Alles ist Durchgang zur Heimat“ können wir aber mutig vorwärts blicken. Wir gehen den Weg zur Heimat nicht alleine. Jesus gab uns die Zusage, dass er bis ans Ende der Welt bei uns ist. Durch ihn empfangen wir die Kraft für unseren Lebensweg. Er ist da. Jeden Tag. Wir müssen ihn einfach nur anfassen. So empfangen wir auch Kraft, denn Jesus weiß, wie schwer es ist, Mensch zu sein.

Seine Predigt unterbrach Apostel Rudolf Kainz mit einem besonderen Gebet für im Auslandseinsatz gefallene tschechische Soldaten. Das durch Diakon Dimitro Moses vorgetragene Lied „Welch ein Freund ist unser Jesus“ sorgte für eine innere Bewegung der Gottesdienstteilnehmer. Diesem Freund können wir alles sagen, sei es gut oder schlecht. Und dieser Freund will, dass wir Ruhe für die Seele haben.

Zum weiteren Mitdienen rief der Apostel den Gemeindeevangelisten Bodo Uhlig und Bezirksevangelist Wolfgang Hild. Dabei sprach Gemeindeevangelist Uhlig davon, dass Jesus uns immer hört – egal ob wir laut oder leise mit ihm reden. Wichtig ist aber, dass wir mit ihm reden. Bis sich etwas ändert, kann aber manchmal viel Zeit vergehen. Jedoch die größte Bitte, die wir täglich äußern sollen, ist, dass der Herr Jesus bald wiederkommen möge. Bezirksevangelist Wolfgang Hild riet uns, die Freundschaft zu Jesus zu pflegen. Diese ist der Durchgang in die Heimat. Er stellte dabei die Frage in den Raum, ob wir wissen, wie die Heimat ist. Niemand weiß das. Aber wir wissen, dass Jesus schon dort ist und alles für uns vorbereitet.

Nach dem Gottesdienst erhielten Apostel Rudolf Kainz und Bezirksevangelist Wolfgang Hild eine Erinnerung an die Teplicer Gemeinde. Auch der Bezirksevangelist wird bald in den Ruhestand gehen. Er hat jedoch versprochen, der Gemeinde in Teplice vorher noch einmal zu dienen.

Bei allerlei Gaumenfreuden nach dem Gottesdienst verging die Zeit wie im Flug. Es war ein sehr schöner Tag im Beisein aller Gottesdienstteilnehmer.

J.K./ Fotos: J.K.