Heilige Wassertaufe für den kleinen Milan

Zum Gottesdienst am Sonntagmorgen wurde das Sakrament der Heiligen Wassertaufe gespendet.

Einen besonderen Gottesdienst erlebte die neuapostolische Gemeinde in Freiberg: Ein kleiner Junge namens Milan sollte die Heilige Wassertaufe empfangen. Und wie so oft drehte sich in der Predigt alles um ein Thema: Die Liebe. Die Bibelstelle, die als Grundlage für den Gottesdienst dienen sollte, schien auf den ersten Blick unpassend:

"Ich aber sage euch, dass ihr nicht widerstreben sollt dem Übel, sondern: wenn dich jemand auf deine rechte Backe schlägt, dem biete die andere auch dar. Und wenn jemand mit dir rechten will und dir deinen Rock nehmen, dem lass auch den Mantel. Und wenn dich jemand nötigt, eine Meile mitzugehen, so geh mit ihm zwei.“ (Matthäus, 5, 39-41)

Doch bei näherer Betrachtung und nach einem Liedbeitrag der Kinder war klar: So groß ist Gottes Liebe! Gott selbst gab das Gebot der Liebe. Gutes zu tun ist ein Zeichen der Liebe zum Nächsten und somit auch der Liebe zu Gott. Auch und ganz besonders gegenüber Personen, die auf den ersten Blick „schwierig“ erscheinen.

Die Handlung der Taufe ist ein Zeichen der Liebe Gottes an uns. Er wäscht uns rein und macht einen Bund mit uns. So kam auch Milan in Berührung mit Gottes Liebe. Die Eltern sagten stellvertretend „Ja“ und gelobten, ihn im Glauben zu erziehen.

Mit dem Priester aus einer anderen Gemeinde waren noch drei Jugendliche mitgekommen, die spontan aushalfen. Einer von ihnen war Dirigent in seiner Heimatgemeinde. So wurde der Gottesdienst umrahmt von einem Kinderchor, dem Gemeindechor und einem Sängerquartett – und das obwohl Urlaubszeit war und dadurch die beiden aktiven Dirigenten der Gemeinde verreist waren.

So fügte sich alles zusammen zu einem wohltuenden Gottesdienst für die ganze Gemeinde.